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Schwellenängste vor dem Heimwerken? Dämmen Sie die oberste Geschossdecke!

Wenn Sie sich ungern an die letzte Unterhaltung erinnern, in der es um Arbeit an Haus und Garten ging, weil Ihr Gesprächspartner mit seinen vielfältigen Projekten und seinem vermeintlich großen Können aufgetrumpft hat, dann nehmen Sie sich für diesen Winter vor, Ihre oberste Geschossdecke zu dämmen.

Fünf Gründe, die die Dämmung der obersten Geschossdecke so interessant machen

I. Nur wenige Entscheidungen notwendig

Sie würden alternativ auch einen neuen Laminatboden verlegen, aber Sie haben keine Lust, stundenlang im Baumarkt nach der Optik zu suchen, die ihrer/m Angetrauten gefällt?

Verständlich – deshalb dämmen Sie jetzt lieber die Geschossdecke, nachdem Sie folgende einfache Fragen beantwortet haben:

a.) Möchte ich später auf dem Dämmstoff gehen können?

b.) Habe ich besondere Anforderungen in Sachen Schallschutz und sommerlicher Hitzeschutz?

c.) Gibt es niedrige Bereiche, die schon wegen ihrer Höhe nicht begehbar sind und daher in jedem Fall mit einem nicht begehbaren und damit besonders günstigen Dämmstoff ausgelegt werden können?

Dann sind hier Ihre Antworten:

 

Antwort-kombi-nationen 1.) 2.) 3.) 4.) 5.) 6.)
a.) Ja Ja Ja Ja Nein Nein
b.) Ja Ja Nein Nein Ja Nein
c.) Ja Nein Ja Nein Ja Ja
Lösung Nutzen Sie für den begehbaren Bereich einen druckfesten Dämmstoff aus Steinwolle oder Holzfaser und ein Produkt aus demselben aber nicht druckfesten Material für den Kriechbereich. Sie fahren mit einem Styropor der Zulassungsklasse DEO/WAB am günstigsten und können den nicht begehbaren Bereich mit noch günstigerer Glaswolle auslegen. Nutzen sie einen nicht druck-

belastbaren Dämmstoff aus Steinwolle oder Holzfaser.

Nutzen sie günstige Glaswolle, z.B. einen klassischen Klemmfilz

II. Keine Detailarbeit erforderlich

Sie würden niemals Fliesen verlegen, weil Sie Angst davor haben, ein unsauberes Fugenbild zu erzeugen? Eine Tür einzubauen scheitert daran, dass es kein schönes Geräusch ist, wenn das Türblatt doch 2 mm zu tief sitzt und über den Parkett schleift?

Dann ist die Dämmung der obersten Geschossdecke genau das richtige Projekt für Sie. Hier gibt es keine Zentimeterarbeit und keine Messfehler. Die Dämmstoffe und ihr Dachboden sind langmütige und großzügige Partner:

  • Dämmstoffbahn ausversehen zu kurz geschnitten?

Stückeln sie an.

  • Dämmstoffbahn zu breit?

Schneiden Sie nach und nutzen Sie das Reststück an einer anderen Stelle. Es ist fast unmöglich Abfall zu erzeugen, weil der Dämmstoff stets wiederverwendet werden kann.

III. Keine Angst vor Bauschäden

Das Tückische an fehlerhaft ausgeführten Arbeiten in Haus und Garten ist meist, dass sie sich entweder nur schwer korrigieren lassen oder im noch schlimmeren Fall erst dann zu Tage treten, wenn sie schon schwere Schäden verursacht haben. Ein Klassiker wäre ein fehlerhaft verlegtes Wasserrohr, dessen Reparatur das Aufstemmen der Wand erfordert.

Klar kann man auch bei der Dämmung der obersten Geschossdecke Fehler machen, aber Sie verkleiden nichts und Sie verkleben nichts. Alles bleibt einsehbar und gut zugänglich, sodass sich ein Fehler ohne großen Aufwand korrigieren lässt.

IV. Erfolg ist Kopfsache : die ominöse Dampfbremsfolie

Die Dampfbremse – ein Spielverderber unter den Arbeitsschritten für Ihre oberste Geschossdeckendämmung. Hier gilt: richtig denken.

Stellen Sie sich ihren Dachboden als Forschungsboot in der Arktis vor. Unter Ihnen befindet sich das eisige Polarmeer. Es ist nicht schwer zu überleben, solange Ihr Boot kein Leck hat. Das einzige, was Sie dafür tun müssen, ist einen dichten Bootskörper zu bauen. Es darf keine Stelle geben, durch die das Wasser in Ihr Boot gelangt.

Mit dieser Vorgabe im Kopf und ausgerüstet mit Dampfbremse, Überlappungsklebeband und Wandanschlusskleber schafft es jeder Hobby-Heimwerker, eine luftdichte Fläche zu erstellen, die überall die Luft im Dachgeschoss von der Luft darunter trennt, so dass – im übertragenen Sinn – kein Wasser in Ihr Boot gelangt.

Wenn die Dampfbremse verlegt ist, kann die Verlegung des Dämmstoffs beginnen, die wir bereits in den Punkten 1 bis 3 diskutiert hatten.

V. Es rechnet sich

Es ist schön, wenn die neue Terrasse Verwandten, Freunden und allen voran Ihnen gefällt. Eins ist jedoch sicher: sie wird sich nie „rechnen“. Das ist im Fall der Terrasse auch vollkommen in Ordnung, denn sie soll andere Funktionen erfüllen, z.B. optisch ansprechend aussehen, das Haus abrunden, eine Rückzugsmöglichkeit bieten.

Die Dämmung der obersten Geschossdecke fungiert hingegen weder als optisches Highlight noch als dekoratives Element – aber sie kann sich auf andere Art und Weise auszahlen.

Dies erfolgt zunächst ganz klassisch über geringere Heizkosten. Ein nicht gedämmter Dachboden bedeutet, dass beheizte Luft aus dem Wohnbereich nach oben steigt und dort eine Ebene mitheizt, die nicht genutzt wird.

In vielen Fällen entfaltet sie ihr Einsparpotenzial aber auch über einen verbesserten Schallschutz und einen besseren sommerlichen Hitzeschutz. Holzfaserdämmstoffe wiegen in den begehbaren Varianten über 100 kg pro Kubikmeter und sorgen dadurch für eine deutliche Verbesserung des Schallschutzes und eine sogenannte Phasenverschiebung im Sommer. Wenn die Mittagshitze am stärksten ist, absorbiert der Dämmstoff diese und gibt sie erst gegen Abend, wenn es draußen bereits wieder abkühlt, langsam ab. So schläft es sich nachts in den oberen Etagen besser.

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Stephan Günther

"Für eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist eine realistische und unabhängige Informationsbereitstellung wichtig. Bei Energieheld ist dies unser tägliches Bestreben."